Lieber Katzenfreund,

 

danke, dass du mir ein neues Zuhause gibst und für mich sorgen willst.

Mein neues Zuhause und meine Mitbewohner muss ich erst kennen lernen und werde daher anfangs noch etwas scheu sein. Auch werde ich meine Mama und meine Geschwister vermissen, manchmal nach ihnen suchen oder sogar ein wenig traurig sein. Wenn du aber Geduld und mich lieb hast, so werde ich mich schnell eingewöhnen und zutraulich sein.

Ich bin noch ein Kind und wie alle Kinder neugierig, unternehmungslustig und verspielt. Alles was ich für ein Katzenleben brauche, hat mir meine Mama beigebracht, wie man aber als Mensch lebt, was ich bei dir darf und was nicht, dass musst du mir zeigen, freundlich, aber konsequent!

Ich kann nicht wissen, dass Gardinen nicht zum Schaukeln da sind, Sofaecken nicht zum Krallenschärfen (dafür wäre ein Kratzbaum von Vorteil) und Essbares auf dem Tisch nicht für mich bestimmt ist. Bitte habe auch dabei Geduld mit mir und sei nicht zu streng. 

Katzen sind eigenständige Wesen, die sich auch nicht vorschreiben lassen, wo sie ihren Schlafplatz einrichten sollen. Den, und meinen Lieblingsplatz für den Tag, suche ich mir selbst.

Dabei kannst du nur beratend tätig sein.

Etwas sehr wichtiges ist die Katzentoilette. Sie sollte mir vom ersten Augenblick meiner Ankunft zur Verfügung stehen, an diesem Platz bleiben und immer sauber sein. Wenn du mir die Toilette zeigst lerne ich sehr schnell, sie zu benutzen. Werde ich unruhig, miaue und suche umher, dann setzt mich bitte in die Toilette und schon habe ich etwas gelernt.

Am besten für mein Wohlbefinden ist fertige Katzennahrung. Darin sind alle Nährstoffe enthalten, die für die Gesundheit einer Katze notwendig sind. Die Sorten, die ich nicht mag, musst du herausfinden.

Trinken ist für mich ebenso wichtig, wie für dich, deshalb stelle mir bitte immer Wasser bereit. Wenn Milch, dann auf jeden Fall mit Wasser verdünnt und handwarm. Sonst bekomme ich Bauchweh und es könnte passieren, dass ich nicht schnell genug die Toilette erreiche. Dann würdest du mit mir schimpfen und ich wäre sehr traurig.

Wundere dich nicht, wenn ich statt aus der Schüssel aus der Gießkanne, dem Springbrunnen oder der Blumenvase trinke.

Wenn du nicht willst, dass ich rollig werde , solltest du dich dazu entschließen, mich vorher kastrieren zu lassen. Sprich darüber mit dem Tierarzt, er kann auch am besten Auskunft geben über alles, was für meine Gesundheit wichtig ist. Wir wollen doch viele Jahre Freude miteinander haben.

Einen Namen für mich hat du sicherlich schon ausgesucht. Wenn du mich oft damit ansprichst, werde schnell verstehen, dass ich damit gemeint bin.

Ich denke, wir kommen gut miteinander aus. Ich werde jedenfalls mein Bestes dazu beitragen.

Wenn du Fragen hast, oder es Probleme mit mir gibt, wende dich bitte an meine Vermittlungsstelle.

 

Dein neues wuscheliges Familienmitglied

 

Edda Hoffmann

 

Stand 19.09.2004

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